Die Zauberkraft der Mantren

Wer denkt Mantren sind einfache Silben, Worte oder kurze Sätze mit irgendwelchen spirituellen Bedeutungen, der hat Recht, aber Mantren besitzen auch innewohnende Kräfte die zur Stütze im Leben werden können. Wenn ich mich nicht gut fühle, traurig bin oder einfach einen schlechten Tag habe unterstützen mich Mantras mich besser zu fühlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich einfach nur an ein Mantra denke, es spreche oder singe. Irgendwas macht es mit mir, es wärmt mich von innen und macht, dass ich mich besser fühle.

Was sind eigentlich Mantras?

Das Wort Mantra stammt aus dem Sanskrit der altindischen Sprache und setzt sich aus zwei Silben MAN und TRA zusammen. MAN bedeutet die Gesamtheit der Gedanken- und Gefühlswelt verbunden mit allen Wünschen und Ängste. TRA ist die Projektion, die dem Geist und Gedankenfluss eine Richtung vorgibt. Jeder Buchstabe, jedes Wort und jede Silbe eines Mantra hat neben der Bedeutung zusätzlich sagen wir mal eine Art Klanginformation. Also ein besonderes individuelles Klangmuster. Der Körper und der Atem sind dabei die Träger dieser Klangmuster. So liegt jedem Klangmuster ein bestimmtes Atemmuster zugrunde und da der Atem mit Lebensenergie gefüllt ist haben Mantras zugleich eine atemaktivierende und ausgleichende Wirkung auf dein Gefühlszustand.

Was passiert beim chanten eines Mantras?

Durch das Rezitieren von Mantren werden spezifische Schwingen produziert, die eine sammelnde Wirkung auf das Gemüt ausüben. So kann dein Geist, deine Handlungen und die Dinge in deiner Umgebung durch Mantren gereinigt und mit geistiger Kraft aufgeladen werden.

Wann wendet man Mantras an?

Ich singe fast jeden Morgen ein Mantra wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin. Mich entspannt das und lässt mich den Tag gelöst von sämtlichen Stress beginnen. Manchmal muss ich selbst über mich lachen, wie ich hinter dem Steuer sitze und lauthals mitsinge. Aber es tut mir gut und manchmal kommt es mir so vor als könnte ich meinen ganzen Frust von mir lassen. Ich fühle mich danach einfach leichter und entspannter. Aber zurück zur Frage, du kannst zu jeder Tageszeit und in jeder Stimmung Mantren rezitieren. In gesungener Form haben Mantren allerdings die größte Wirkung. Denn der Mantragesang verhilft mit seiner subtilen, immer wiederholenden Melodie zu einem vegetativen Ausgleich und schafft so eine seelische und körperliche Entspannung. Ob du dein Mantra lieber singst, im Stillen geistig wiederholst oder einfach nur durch zuhören verinnerlichst liegt ganz bei dir. Hier gibt es kein Richtig und Falsch.

Wann wirkt ein Mantra?

Wie mit der Meditation dauert es in der Regel eine gewissen Zeit, bis sich dein Gemüt ausreichend auf das Mantra einstellen kann und die Wirkung eintritt. Deshalb empfehle ich dir am Anfang Mantras ungestört und mit hingebungsvoller Haltung anzuwenden. Hast du ein Mantra dann einmal verinnerlicht kannst du es nach deiner beliebigen Art anwenden.

Gayatri Mantra

Das erste Mantra mit dem ich damals zu arbeiten begonnen habe, ist das wohl bekannteste Mantra in Indien, das Gayatri Mantra (CD: The Essence). Dieses Mantra wendet sich an die Sonne und das höchste Licht, mit der Bitte, uns mit unserem innersten Licht in Berührung zu bringen und unseren Geist zu erleuchten. Ich liebe die Version von Deval Premal. Hier ein kleiner Vorgeschmack. Wenn du Lust hast singe gleich mit und erfahre am eigenen Leib die wundervolle Wirkung.

Om bhur bhuvah svah

Tat savitur varenyam

Bhargo devasya dhimahi

Dhiyo yonah prachodayat

Comments 2

  1. Hallo Svenja,

    ich höre dein Mantra gerade in Endlosschleife. Gerade heute wo mein Tag nicht so gut gelaufen ist stimmt mich das Gayatri Mantra wieder positiv und gelassener. Kannst du denn einen CD Tipp mit Mantras geben?

    Viele Grüße.
    Maria

  2. Post
    Author

    Hallo Maria,

    das freut mich. Musik kann so viel bewirken und heilsam für die Seele sein. Die CD von „Storia – Dreamlike on a fading road“ höre ich auch sehr gerne. Mein absolutes Lieblingslied ist hier Land of Dreams. Die CD findest du auf Amazon.

    Viel Spaß beim reinhören.

    Liebe Grüße,
    Svenja

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