Schlaflos entspannt – Yogatipps gegen den Alltagsstress

Völlig motiviert, nach meinem morgendlichen Kinderwagenwalk durch den Wald, wollte ich zu Hause angekommen die Zeit meines schlafenden Babys nutzen, um mich endlich mal wieder meinem Blog zu widmen und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Falsch gehofft. Während ich nämlich den Kinderwagen parkte und mich schon freute, dass mein kleines Buddhagirl nach einer bescheidenen Nacht endlich tief zu schlafen schien, bellte der Hund meiner Nachbarin wie verrückt, so dass mich beim zweiten Blick in den Wagen zwei große blaue Augen anfunkelten und mein Mini-Mädchen über beide Ohren hellwach strahlte. Da ist der kleine Frust, wieder einmal keine Zeit für mich zu haben, schnell vergessen und mir blieb nichts anderes übrig als Laptop gegen Spielen einzutauschen.

Es ist heute übrigens mein vierter Anlauf diesen Post zu Ende zu schreiben – seien wir gespannt was mein derzeit schlafendes Kind dieses Mal davon hält.

Aber zurück zum eigentlichen Beitrag.

Eine gute Freundin die bereits einige Monate vor mir ihr Baby bekommen hat, hatte bereits mehrfach betont wie schnell die Tage doch mit Kind vergehen. Ich muss gestehen, ich habe diese Aussage eher belächelt.  Vor Baby habe ich in dem Luxus gelebt ohne Stress in den Tag zu starten und das zu tun was ich liebe, ohne großartig etwas planen zu müssen – ich hatte dabei immer das Gefühl genügend Zeit zu haben.

6 Monate später liebe ich zwar immernoch was ich tue aber die Realität vom entspannten Alltag sieht dann doch etwas anders aus. Ich bin unglaublich müde aber gleichzeitig glücklich wie nie zu vor in meinem Leben. Trotzdem musste ich mich nach meinem bisher eher ruhigen Leben erst an diesen 24h Mami-Vollzeitjob gewöhnen. Mit Baby sehen meine Tage nämlich inzwischen anders aus. Worauf ich Lust habe ist momentan zweitranig, zählt ist was Baby will. Und auch wenn ich mir geschworen habe niemals so zu reden, aber „wo zum Teufel ist die Zeit geblieben“? Die Tage mit Baby rauschen nur so vorbei.

Ein Grund mehr die Zeit bewusster den je zu erleben und jede wirklich jede Sekunde zu genießen. Wie dir das gelingen kann und wie du nach einer wiederholten schlaflosen Nacht trotzdem einen kühlen Kopf bewahrst, erfährst du in meinen 5 ultimativen Yoga-Alltags-Tipps – nicht nur für Mamis:

1 – Yoga ist mehr als eine Asana!
Yoga ist eine Lebenseinstellung und geht weit über die körperlichen Übungen hinaus. Auch das liebevolle Versorgen deines Babys  ist Yoga. Achtsam zu sein, jede neue Entwicklung deines Babys wahrzunehmen und sich gemeinsam über jede neue Entdeckung zu erfreuen, ja auch das ist Yogapraxis. Öffne die Augen und tauche ein in die längst vergessene Kinderwelt und staune wie viel Neues es jeden Tag zu entdecken gibt. Statt deines Babys kannst du das natürlich ebenso auf  jede beliebige andere Aufgabe, die du zu erledigen hast, anwenden.

2 – Auch wenn du denkst keine Zeit zu haben – Atmen geht immer!
Ganz gleich ob im Pyjama noch Morgens im Bett oder Abends vor dem Einschlafen, beim Spazieren gehen an der frischen Luft oder beim an der Kasse anstehen im Supermarkt. Atmen geht immer in allen Lebenssituationen. Alles was du brauchst sind 5 Minuten: Atme auf 4 Sekunden Ruhe und Gelassenheit ein und atme auf 6 Sekunden allen alten Ballast aus dir heraus. Du wirst schnell merken, wie sich dein Mind entspannt und du wieder frischer und klarer durchstarten kannst.

3 – Yoga Nidra macht müde Mamas munter!
Nutze die Zeit deines schlafendes Babys für dich. Lass den Abwasch liegen und die Wäsche im Wäschekorb und nimm dir 11 Minuten Zeit für einen kleinen aber feinen Muntermacher. Yoga Nidra – der Schlaf des Yogis – ist eine tolle Möglichkeit, um innerhalb kürzester Zeit zur Ruhe zu kommen und dich aufzuladen. Auch wenn es dir schwer fällt nach einem gestressten Tag abzuschalten oder in den Schlaf zu finden, kann dich Yoga Nidra dabei wunderbar unterstützen. Dabei wanderst du mit einer Aufmerksamkeit durch deinen gesamten Körper und schenkst dir unglaublich viel Entspannung. Anleitungen findest du en Masse auf Youtube.

4 – Mach Platz auf deiner Matte!
Soll es dann doch mal die körperliche Praxis sein, brauchst du nicht zu warten bis dein Kind schläft um dich auf die Matte zu begeben. Im Gegenteil, nimm es einfach mit! Ratsam ist allerdings, deine Yogapraxis dann so einfach wie möglich zu halten und nicht ein mega Workout daraus zu machen. 3-5 Minuten Katze-Kuh Variationen mit Küsschen für das Baby zwischendurch, 1 – 2 Minuten Schmetterling oder Grätsche mit Baby auf dem Schoß, Schulterbrücke… es gibt zahlreiche Asanas die du gemeinsam mit deinem Baby praktizieren kannst. Lass deiner Kreativität freien Lauf und vergesse den Spaß nicht dabei.

5 – Sag Ja zur Hilfe!
Ich bin mir sicher auch in deinem Umfeld gibt es jemanden, abgesehen von deinem Partner, der super gerne auf deinen Mini aufpassen würde. Ich kann dir nur raten diese Unterstützung hin und wieder anzunehmen. Du brauchst dein Kind ja keine zwei Stunden abzugeben, 20 Minuten tun es auch schon. Egal ob Oma, eine gute Freundin, die netten Nachbarn oder einen liebevollen Babysitter?! Gönne dir den Luxus, dich hin und wieder von Jemandem entlasten zu lassen, um so für dich zu Sorgen. So hast du die Möglichkeit, während das Kleine liebevoll bespaßt wird, dich zurück zu ziehen, ein heißes Bad zu nehmen oder in Ruhe einen Tee zu trinken. Das tut so gut und du hast es wirklich mehr als verdient!

Ich hoffe sehr, dass dir der ein oder andere Tipp nach einer anstrengenden Nacht oder stressigen Phase helfen kann einen kühlen Kopf zu bewahren. Hab viel Freude beim Anwenden.

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